Zweites Interview

IMG_1723.JPGMireille Drapeau, Sie sind Schweizerin mit einer französischen Abstammung ?

Ja, meine Mutter war Französin, aber ich bin in Vevey im Kanton Waadt geboren. Als ich mich verheiratete, zog ich in den Kanton Fribourg, um dort zu leben.

Führt Ihre Medialität bis zu Ihrer Kindheit zurück ?

Als ich noch sehr jung war, sah ich Schatten im Haus, aber ich und meine Umgebung ignorierten sie, denn wir dachten nicht, dass es sich um eine Wahrnehmung von Medialität handelte. Wir ignorierten selbst den Namen! Das machte mir vor allem in der Nacht sehr Angst, wo ich mich tief in meinem Bett verkroch. Ich hörte auch den Lärm. Erst später verstand ich, warum man mich in einen Schrank einsperrte; denn ich redete über alles, was ich erlebte und fühlte und das machte meiner Mutter ohne Zweifel sehr Angst.

Haben Sie sich schon immer an religiöse und spirituelle Fragen interessiert ?

Ja, seit meiner Kindheit. Ich ging immer in den Religionsunterricht und praktizierte die Lehren ohne Unterbrechung. In unserer Familie waren wir sehr praktizierende Protestanten. Deshalb, als ich noch jung war, unterrichtete ich als Dozent in der Sonntagsschule. Im Alter von 20 Jahren habe ich mich entschlossen, in die Neuapostolische Kirche einzutreten, die eher der katholischen Kirche ähnelt. Für mich war es immer sehr wichtig, meine Kinder in der Religion zu erziehen. Diese wurden alle drei getauft und haben auch die Sonntagsschule besucht. Wir beteten vor den Mahlzeiten und bevor wir zu Bett gingen. Heute ist meine Einstellung zur Religion etwas anders und ich habe einen gewissen Abstand gewonnen, denn ich fühle mich in vielen Punkten nicht mehr mit ihr einverstanden.

Ihr Leben war sehr lange das einer Hausfrau ?

Ganz genau. Während vieler Jahre hatte ich mich der Erziehung meiner Kinder und des Haushaltes gewidmet. Ein sehr ruhiges Leben in einem kleinen Dorf, das ungefähr 300 Einwohner hatte und mitten in den Bergen, nicht weit weg vom Schloss Gruyère, liegt.

Und plötzlich hat sich alles in Ihrem Leben brutal und vollständig verändert. Was war passiert ?

Was zur Veränderung meines Lebens beitrug, war vor allem meine Gesundheit, die nie sehr gut war: Es waren die ersten zwei Nah-Tod-Erfahrungen (NTE). Es war im Jahr 1994. Da meine Kinder noch klein waren, musste ich mich zu dieser Zeit auch noch um unser Geschäft und den Haushalt kümmern. Diese Überbelastung verschlechterte meine Gesundheit und die Medizin war nicht im Stande, mich zu heilen. Eines Abends, als ich keine Kraft mehr hatte, legte ich mich aufs Bett und wurde bewusstlos. Ich hin und her bewegte. Ich sah meinen Körper, aber es bedeutete befand mich außerhalb meines Körpers in meinem Zimmer, wo ich mich nichts für mich. In der linken Ecke meines Zimmers sah ich ein schwarzes Loch mit einem kleinen Lichtstrahl am Ende. Ich wusste, dass ich durch diese Art von Tunnel gehen musste. Ich ging in den Tunnel mit dem Bewusstsein, dass ich einen anderen Körper habe als derjenige, der unter mir lag. Ich hatte eine große Geschwindigkeit, mein Sehvermögen wurde stechend scharf und ich hatte im Geringsten keine Schmerzen mehr! Als ich am Ende des Tunnels ankam, befand ich mich in einem unermesslichen großen Licht, das gleichzeitig Wärme… Macht… und Liebe war. Zur gleichen Zeit badete ich mich darin und hatte den Eindruck, wie eine kleine Raupe im Kokon zu sein. Für mich war es, als wäre ich zu Hause angekommen und verlangte nicht mehr, als für immer dort zu bleiben.

Was haben Sie gedacht als Sie wieder das Bewusstsein erlangten ?

Ich verstand nichts von dem, was mir wiederfahren war und hatte den Eindruck, verrückt zu werden, obwohl ich mir sicher war, was ich erlebt hatte. Die einzige Person, der ich wagte, mein Erlebnis zu erzählen, war mein Mann. Er machte folgende Bemerkung: „Du willst mir doch nicht sagen, dass du im Tunnel warst!“ Er hatte keine persönliche Erfahrung gemacht, aber er hatte Bücher über die N.T.E. gelesen.

Sie haben schnell einen zweiten N.T.E gehabt ?

Ja, eine Woche später! Dieser geschah unter den gleichen Umständen, aber mit dem Unterschied, dass ich im Tunnel von einer kleinen sanften Musik begleitet wurde. Und als ich mich wieder badend im Licht befand, entdeckte ich vor mir ein Wesen im Licht. Es schien mir unermesslich groß, beeindruckend und ein goldenes weißes Licht strahlte aus ihm… Es strahlte eine unermessliche Liebe aus, die ich fühlte. Ich habe es betrachtet und mich ihm zugewendet. Kein Laut ging aus seinem Mund, aber durch Telepathie habe ich gehört, dass ich sein Kind sei, dass er mich liebe und dass ich zur Erde zurückkehren müsse, um mich um meine Familie und meine Kinder zu kümmern. Ich könnte zurückkommen, wenn die Kinder groß seien. Ich hatte keine Wahl, ich fühlte sofort meine Füße wie von einem Magneten angezogen, um so schnell wie ein Blitz durch den Tunnel zurückzukehren und um wieder durch meinen Kopf in den Körper einzusteigen.

Während dieses Eindringens ins Jenseits hatte ich den Eindruck, vollkommen mit dem, was sich um mich befand, vereinigt zu sein, so wie eine unbegrenzte Kenntnis zu besitzen. Ich hatte auch den Eindruck, dass es mein Ausgangspunkt war und dass es jetzt meine Ankunft ist: Ich war zurück zu Hause.

Ich sah keine andere Person als das Wesen des Lichtes, aber ich sah Formen, die an mir schnell vorbei gingen, die ich nicht identifizieren konnte, denn sie waren nebelig.

Was haben Sie gedacht, als Sie sich wieder in ihrem Zimmer befanden ?

Ich hatte realisiert, dass ich also meine Arbeit auf Erden fortsetzen muss, aber ich wäre gerne dort geblieben, wo ich war.

Im ersten Moment, noch stark von meinen Problemen beeinflusst, hatte ich nicht wirklich über die Bedeutung, was mir wiederfahren war, nachgedacht. Erst später, im laufe der Zeit hatte ich verstanden, dass ich zurückgeschickt wurde und dass ich mit diesen beiden Experimenten etwas unternehmen muss, aber es war schwer zu sagen, was.

Können Sie uns jetzt etwas über Ihren dritten N.T.E, der noch nicht so lange her ist, etwas sagen ?

Der dritte N.T.E. war im Januar 2002. Ich hatte ein Lungenproblem und wurde mit Antibiotika behandelt. Dies löste eine Reaktion in meinem Körper aus, was man als anaphylaktischer Schock bezeichnet. Ich verlor das Bewusstsein, ich trat aus meinem Körper und befand mich wieder im Tunnel mit Musik und dann Licht. Ich fragte mich, ob es dieses Mal endgültig sein wird und ob ich alles, was ich noch auf Erden zu tun hatte, gemacht habe. Als ich im Licht ankam und das Wesen des Lichtes wieder antraf, war es das Gleiche: –Als Dasjenige mir das Zeichen gab,  an seine rechte Seite zu kommen, hatte ich verstanden, dass es dieses Mal anders sein wird. Es zeigte mir meine Schwester, die vor einigen Tagen verstorben war. Sie war sehr viel anders, verglichen mit der, die ich im Krankenhaus verlassen hatte, denn sie war ganz strahlend und sehr schön.

Sie trug ein Kleid, das ich kannte. Als sie vor mir vorbei ging, sagte sie nichts, sie hat nur gelächelt und gab ein kleines Zeichen mit der Hand, so wie wir es unter uns gewohnt waren, ein komplizenhaftes Zeichen. Ich wusste, dass sie es war und ich wusste, dass es ihr gut geht und das war für mich das Wichtigste. Ich sah keine andere Person und keine Landschaft. Es gab nur das Licht. Ich hatte wieder das Gefühl der Geborgenheit und der Kenntnisse, die ich früher entdeckte: Jeder Partikel meines Körpers war ein integrierter Bestandteil des Universums. Es war ein wenig, als hätte man immer existiert, als existiert man dank dieses Lichtes…

In den Perioden, wo ich mich nicht wohl fühle, versuche ich mich an dieses Licht zu erinnern, mich in diesem Licht zu befinden.

Was ist danach passiert ?

Ich wusste ohne Zweifel, dass ich kein Recht hatte, zu bleiben. Also habe ich mich dem höchsten Wesen des Lichtes zugewandt. Es hat mir zugelächelt, ich fühlte die Vibrationen des Lächelns und von mir aus ging ich zurück in den Tunnel.

Als ich wieder das Bewusstsein erlangte, war ich mit Emotionen überflutet,  habe sehr geweint und war zugleich für meine Schwester sehr glücklich, es ging ihr gut und ich konnte ihr Auf Wiedersehen sagen. Ich habe natürlich das alles meinem Mann erzählt. Meinen Kindern erzählte ich es etappenweise.

Folgerichtig musste das für Sie und ihrer Familie nicht jeden Tag einfach gewesen sein…

Da ich mich verändert hatte, war tatsächlich mein Leben erschüttert. Zuerst war es für mich sehr schwer zu erklären, was ich erlebt hatte und dann aufzupassen, um nicht darüber zu sprechen, denn zu dieser Zeit musste man das verheimlichen. Als eines Tages mein Mann mir empfahl, nicht mehr darüber zu sprechen, habe ich ihm geantwortet, dass dies nicht möglich sei, denn ich hätte sehr wahrscheinlich eine Botschaft zu übermitteln.

Welche Orientierung hat Ihr Leben genommen ?

Nach meinem 3. N.T.E. hat meine Medialität wieder angefangen: Ich habe die Tür, die ich vor langer Zeit geschlossen hatte, wieder geöffnet und zwar wegen des Gespöttes über mich; ich habe wieder angefangen Entitäten im Haus zu sehen und Geräusche zu hören.

Im Jahre 2002 beteiligte ich mich an einem Film über die N.T.E. in der Schweiz: „An den Grenzen des Todes“, der im Fernsehen gezeigt wurde. Ich wusste schon immer, dass dieser Moment kommen würde und ich war bereit zu übermitteln. Das habe ich weiterhin während der Konferenz „Tage des Weiterlebens“ im Jahre 2003 in Paris getan und anschließend durch eine Aussage in einer Zeitschrift. Mein Wunsch zum Aussagen nahm nach und nach den Platz der gewöhnlichen Hausfrau ein.

 Wie hat sich Ihre Medialität entwickelt ?

Eines Tages hörte ich von der automatischen Schrift mittels eines Mediums. Man hat mir empfohlen, es zu versuchen, was ich auch eines Abends tat. Ich habe eine Kerze angezündet und gebetet. Mein Bleistift fing ziemlich schnell an, sich zu bewegen, zu schreiben. Ich fühlte eine Hand, die sich auf die meinige drückte. Etwas später schrieb ich Liebe, dann Frieden, Freude und Licht. Als ich meine erste sehr kurze Nachricht erhielt, war alles zusammengeschrieben und füllte eine ganze Seite aus und es sprach von Liebe. Einige Nachrichten waren mit Yvette unterzeichnet und ich wusste nie, wer sie war. Aber ich habe ihr immer gedankt.

Da ich zu dieser Zeit umgezogen war, fand ich über Monate nicht meinen Platz, um Nachrichten zu erhalten und das fehlte mir sowie meiner Familie. Und dann eines Tages habe ich begonnen, einen Satz zu hören, der sich solange wiederholte, bis ich einen Bleistift nahm. Es folgte ein kurzer Text, zwei oder drei Linien, aber nicht unterschrieben. Die Texte wurden länger und kamen alle zwei Wochen.

Dann, eines Tages, es war um 22.30 Uhr im Januar 2005, erhielt ich einen viel längeren Text als üblich. Als er zu Ende war, schloss ich meinen Notizblock und schaltete meine Lampe aus. Dann hörte ich sogleich eine Stimme, die mich bat, meinen Notizblock wieder zu nehmen. Man gab mir eine Unterschrift. Da ich sehr müde war, schrieb ich, was ich hörte und ging schlafen. Am nächsten Morgen wollte ich sofort wissen, wer der Unterzeichner ist. Ich habe mich erkundigt und man sagte mir, es wäre Pater Pio, der die Nachricht unterschrieben hat als er mir Vater Pio von Pietrelcina diktierte. In Wirklichkeit hatte ich seinen Namen falsch geschrieben: ich hatte Piedro oder Pedro oder Pietro de Peltrecina … geschrieben.

Wie haben Sie reagiert ?

Mit einer großen Kriese von Tränen. Ich war sehr bewegt. Ich verstand nicht, warum ich die Gnade hatte, von Pater Pio diese Nachricht zu erhalten.

Der Name Pater Pio war mir vorher unbekannt, denn ich hatte ihn durch Michèle Riffard kennengelernt. Sie hat mir einige Monate vorher ein Foto von ihm gegeben und zwar im September 2004 mit den Worten: „Ich muss dir dieses Bild im Namen von Pater Pio geben.“ Das hat mir geholfen, von ihm etwas mehr zu wissen.

Nach dieser Nachricht folgten andere…

Ja, Pater Pio übermittelte alle 14 Tage eine Nachricht und dann jede Woche. Es sind immer Nachrichten von Liebe, aber der Wortlaut änderte sich entsprechend den Ereignissen, die er übermitteln will.

Wenn ich eine Nachricht erhalte, weiß ich sofort, ob sie besonders wichtig ist. In Wirklichkeit fühle ich Pater Pio so wie er immer auf Erden war: manchmal ist er sehr freundlich und sehr ruhig, aber manchmal diktiert er sehr schnell und streng.

Äußert sich Pater Pio auch anders als durch seine Nachrichten ?

Ja, Pater Pio äußert sich auch außerhalb seiner Nachrichten, vor allem während der Konferenzen. Er ist neben mir und ich fühle seine Hand auf meiner rechten Schulter.

In den „Tagen des Weiterlebens“ im letzten Oktober in Paris haben die Dinge einen neuen Lauf genommen. Erzählen Sie uns, was am Ende ihrer Konferenz passiert war, was Sie erlebt haben.

Alles, woran ich mich noch erinnere, werde ich Ihnen sagen. Ich wusste, dass Pater Pio hier war. Meine Konferenz war schon zu dreiviertel zu Ende, ich kam zum Gebet und dann wurde es mir schlecht. Es war mir klar, dass etwas „anormales“ passierte und ich fragte mich, wie ich meine Konferenz zu Ende führen sollte, wenn ich ohnmächtig werde. Dann fühlte ich einen enormen kalten Strom, der mir vom Kopf über die Wirbelsäule bis in die Füße durchdrang. Danach erinnerte ich mich an nichts mehr, bis ich wieder mein Bewusstsein erlangte und die Leute im Saal Beifall klatschten. Ich fragte mich warum, denn ich war im Glauben, noch immer meine Konferenz zu halten. Ich verstand nicht, was passiert war.

Hat sich Pater Pio wieder eingeschaltet ?

Ja, Pater Pio intervenierte wieder (er hat sich wieder eingeschaltet). Ja ich fühlte Pater Pio neben mir und er hat mir eine direkte Nachricht, ohne dass ich sie schreiben musste, gegeben. Ich wiederholte was ich hörte.

Es war die erste Nachricht während Sie von Ihm inkorporiert waren, ist das richtig ?

Ja, es war eine Inkorporation. Die Erste, denn ich hatte bis zu diesem Tag nichts Ähnliches erlebt. Ich muss sagen, es ist wirklich destabilisierend, wenn man sich nicht erinnern kann, wer man ist, was ich in diesem Moment getan oder gesagt habe. Es ist wirklich irritierend.

Seit den Tagen der „Konferenz des Weiterlebens“ hat sich das Phänomen erneuert ?

Ja, ich habe das gleiche Phänomen während der Konferenz am 11. November in Villenave d’Ornon erlebt, die von „Trace une Diagonale“ organisiert wurde.

Die Konferenz der Medialität war fast zu Ende, als ich mich wieder plötzlich sehr schlecht fühlte. Von neuem fühlte ich den kalten Strom entlang meiner Wirbelsäule hinunter gehen. Da wurde ich ohnmächtig und Pater Pio gab eine Nachricht. Das Publikum war verblüfft, als die Leute hinausgingen, kamen sie zu mir mit großer Emotion und vertrauten mir an, was geschehen war.

Bedeutet dies, dass jedes Mal, wenn Sie einen Vortrag halten, wird sich Pater Pio in Sie inkorporieren ?

Persönlich habe ich keine Ahnung. Er ist der Einzige, der es weiß. Ich bin nur ein Kanal, den er benutzt, um seine Nachrichten zu übermitteln. Wenn er denkt es sei nützlich, macht er es.

In einer der regelmäßigen Nachrichten hat er es mal angedeutet ?

Er hat sich für die Inkorporation bedankt und hat mich wissen lassen, dass sich dies wiederholen werde und klargestellt, dass ich es im Voraus nicht wissen werde.

Eine Frage stellt sich: Sind diese Inkorporationen nicht ein wenig unvereinbar mit ihrer anfälligen Gesundheit ?

Jede Inkorporation ist schwierig in dem Sinne, dass ich jedes Mal so etwas wie ein Schock fühle. Aber Pater Pio hat mir in einer persönlichen Nachricht gut erklärt, dass jede weitere Inkorporation nach und nach verträglicher, natürlicher sein wird. Der Schock würde nach und nach, ohne Schmerzen zu bereiten, nicht mehr so sehr sensibel sein. In Paris war es das erste Mal und wir mussten uns gegenseitig anpassen.

Von Pater Pio Nachrichten zu erhalten, sich von Ihm inkorporieren zu lassen, das ist für Sie eine große Verantwortung. Wie fühlen Sie das ?

Es ist wahr, dass es eine große Verantwortung ist. Für mich ist es auch eine große Ehre, die mich jedes Mal aufrührt. Ich habe Pater Pio versprochen, alles zu tun, damit er in mir arbeiten kann. Ich lege mein Leben in seine Hände.

Einige stellen sich sicher die Frage, aber es ist besser, wenn ich Sie ihnen stelle, selbst wenn sie nicht angenehm ist. „Wie können Sie sicher sein, dass diese Nachrichten wirklich echt sind und von Pater Pio stammen“?

Für mich gibt es keinen Zweifel. Ich bin mir sicher. Pater Pio hat mich in einer Nachricht an Michèle Riffard im September 2005 wissen lassen, dass er mich während meiner Konferenzen begleiten werde und würde den Zuhörern die Bestätigung geben, dass er der Autor der Nachrichten ist.

Einiges könnte diejenigen erstaunen, die Pater Pio trotz seiner Heiligkeit als sehr gehorsam kannten, und zwar dass er weniger für die Lehre der katholischen Kirche ist. Denn er macht zum Beispiel eine Anspielung auf die Inkarnation. Was denken Sie darüber ?

Ich möchte nur an die Mitteilungen erinnern, die an Hélène Bouvier und dann an Françoise Flamant gerichtet waren. Da hatte sich Pater Pio schon geäußert, dass er nicht immer mit der Religion einverstanden war. Wir sind also drei Medien, denen er nacheinander seine Meinung mitteilte. Er sagte uns immer, wir sollen uns auf die christlichen Parolen beziehen. Sein aktueller Wusch (er sagte es mir gerade) wäre, dass die Kirchen sich Mühe geben sollten und zwar im Sinne der ökumenischen Bewegung. Und er unterstrich das Wort Ökumene.

Vieles hat sich seit Ihrem dritten N.T.E. entwickelt. Haben Sie manchmal nicht ein wenig einen Schwindel, dass alles viel zu schnell geht ?

Ja, manchmal sage ich mir, das ist destabilisierend. Aber ich hatte nie einen Zweifel über das, was mir passiert. Der Beweis ist, dass die drei N.T.E. mich zurückgebracht haben.

Meine heutige Mission ist, die Nachricht der Liebe um mich herum zu übermitteln. Das ist in meinem Leben das erste Ziel.

Möchte Pater Pio Ihnen helfen, das Interview abzuschließen ?

Er ermahnt alle auf Erden, die Liebe in ihren Herzen weiter zu tragen, die Flamme der kleinen Lampe aufrecht zu erhalten und weiter zu beten und zu segnen. Er ermahnt alle, mehr und mehr Gebetsgruppen zu bilden. Er bedankt sich von neuem für alle an Ihn gerichteten Gebete. Aber er bat darum, dass all diese Gebete an die Menschen auf Erden gerichtet seien, damit sie an dem Wissen teilhaben können, damit sie das kleine Licht der Liebe in ihren Herzen haben. Er ermahnt uns mit seiner ganzen Kraft und sagt: Liebt euch alle einander.

Rad 109 (janvier 2007)